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Category: Depression

Neues Jahr – Neue Vorsätze

Neues Jahr – Neue Vorsätze

Ein lieber Mensch hat mir das hier heute in die Timeline bei Mastodon bzw. Misskey gespült und ich finde, dass solltet ihr Euch ansehen:

Was für Tage… ach was red‘ ich: Was für Monate!

Derzeit ist meine Liebste wieder in klinischer Behandlung. Dieses Mal aber wegen ihrer Autoimmunerkrankung.

Sie hat das viele Jahre vor sich her geschoben und auch die ambulanten Kontrolltermine lieber verschoben als sie wahrzunehmen. Das kann ich absolut verstehen, denn gerade zu Pandemiezeiten will 1 ja echt jeden Kontakt, und gerade auch im klinischen Umfeld, vermeiden. Da bin ich ganz bei ihr.

Dennoch kommt nun einiges zusammen und wir haben den Vorteil, sie sie noch immer in der Langzeitstudie gelistet ist. Dadurch machen die so ziemlich jede Untersuchung schnellstmöglich möglich und das kommt ihr auf alle Fälle zu Gute.
Schade nur, dass von der ursprünglich geplanten Woche und anscheinend dann doch zwei werden.
Aber nun ja… es ist wie es ist.

Ich selbst komme damit, sagen wir „mäßig“ zurecht. Einerseits gut, dass sie gut unter ist, aber ich habe ein bisschen Angst davor, was ihre Erkrankung noch für Überraschungen bereit hält.

Ich will auch versuchen wieder ein wenig mehr zu schreiben. Das ist einer meiner Vorsätze für 2022.

… und da der Text recht kurz, aber das Video da oben sicher noch nicht abgelaufen ist, lasst den Browsertab einfach noch offen. Es lohnt sich.

Antriebslosigkeit und so…

Antriebslosigkeit und so…

… immer mal wieder.

Nachdem ich in den letzten Tagen und Wochen zunächst meine fiese Verletzung an meinem Daumen und dann noch einen kleinen Kraftakt hier in der Wohnung hinter mich bringen musste, stelle ich fest, dass sie wieder da ist: die Antriebslosigkeit.

Alles strengt an… und will vermieden werden. Sei es aufstehen, duschen, Frühstück, den Abwasch erledigen und so weiter… die Liste ist ziemlich variabel, aber der gemeinsame Nenner lautet: Ich will das nicht. Ich KANN das nicht.

Und trotzdem mache ich die Dinge. Weil sie Struktur geben, weil sie „normal“ sind und weil ein kleiner Teil in mir nicht aufgeben und der Antriebslosigkeit den Weg freigeben möchte.
Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob es diese Pandemiemüdigkeit ist von der so viele Menschen sprechen. Oder ob es nur die wiederkehrende Depression ist, die ich ja schon lange kenne. Aber im Endeffekt ist das vermutlich auch nicht relevant.

Vielleicht ist es einfach nur wichtig zu erkennen, dass diese Antriebslosigkeit bzw. Depression gerade in mir ist und ich sie wahr nehme und bewusst dagegen vorgehe, indem ich dennoch versuche den Alltag aufrecht zu erhalten. Vielleicht jedoch mit der einen oder anderen Pause mehr als üblich.

Just to make sure to have enough spoons left for the day, right?

Mental Health und Hobbies

Mental Health und Hobbies

Manch ein Mensch, der unter Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen leidet hat mitunter große Probleme sich für Dinge zu begeistern. So phasenweise auch mir.

Oftmals vergrabe ich mich im „Nichts“ – das bedeutet: Nichts tun, nichts sagen, nichts schreiben und vor allen Dingen nicht raus gehen oder Dinge tun, die mich ablenken und mir sogar letztendlich gut tun. Selbst Dinge, die mir unter normalen Umständen sehr gefallen sind mir dann zuwider.

In den letzten Tagen konnte ich mich allerdings wieder aufraffen und mich mit einem neuen Hobby zu beschäftigen, welches ich schon einige Wochen, wenn nicht gar Monate, hab schleifen lassen. 3D-Druck.

Hier ein kleines Beispiel, womit ich meine Liebste, die ein riesiger Koala-Fan ist, erfreuen konnte.

(ein grauer, lächelnder Koala-Schlüsselanhänger – aus einem 3D Drucker gedruckt – liegt auf einem Schreibtisch.)

Ich brauchte mehrere Anläufe und versuche, bis alles so geklappt hat wie ich es mir wünschte. Das hat ziemlich lange gedauert. Selbst ein Druck eines so kleinen Begleiters hat gute zwei Stunden Zeit in Anspruch genommen.

Und schwupp-die-wupp war auch schon ein Tag vorbei und ich war produktiv und habe einem lieben Menschen eine Freude machen können.

Das ganze habe ich dann sogar noch auf Twitch gestreamt – die Idee entstand quasi aus der Not heraus, dass ich lieber dabei sitze, wenn der Drucker läuft. Zum einen um zu sehen, ob alles klappt und zum anderen will ich die Bude nicht abfackeln, falls das Gerät sich überlegt kaputt zu gehen oder die Weltherrschaft an sich reißen zu wollen.

Nachdem ich auf Mastodon darauf hinwies kann sogar ein Nutzer vorbei und wir haben uns kurz unterhalten können. Das war cool… die Zeit flog noch ein wenig schneller und ich hatte auch wieder Kontakt zu anderen Menschen.

Ich hoffe nur, dass ich diesen „Schwung“ und diese positive Erfahrung abspeichere und mir merke, dass dies alles auch irgendwie ein Skill sein kann. Denn es ist gut etwas zu tun, gerade wenn der Kopf nicht ganz so will und mitspielt. Erfahrungen zu sammeln ist ebenfalls wichtig. Denn nur so kann ich dazu lernen, Dinge realisieren und reflektieren. Merken, dass immer etwas geht, auch wenn ich denke auf der Stelle zu stehen.