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Category: Persönliches

leichte Überforderung

leichte Überforderung

Es gibt Tage, an denen ich mir etwas vornehme.
Gestern beispielsweise wollte ich eine neue Festplatte in meinen kleinen Server einbauen, auf dem beispielsweise auch meine eigene, kleine Mastodon-Instanz liegt.

Den Plan, wie ich das angehe war eigentlich ganz einfach. Machste Backup, wechselst die Platten und dann Backup wieder einspielen.

Nur lag der Teufel im Detail. Gerade die Mastodon-Instanz habe ich nicht auf der externen Festplatte gesichert, sondern intern auf dem Server. Und so kommt es, wie es kommen soll: neue Festplatte drin, Backup lässt sich nicht einspielen.

In solchen Momenten gerate ich ins Schwimmen, bin überfordert. Mein verdammter Plan geht nicht auf und das kostet mich Zeit und Nerven diesen Fehler zu beheben.

Für mich bedeutet das Stress und das reichlich. Ich werde fahrig, mache noch mehr Fehler und könnte eigentlich alles in die Ecke werfen und heulen.
Da dann wieder in die Spur zu kommen ist schwierig, aber ich habe es gestern geschafft und das macht mich ein bisschen stolz. Nicht viel, sondern nur ein bisschen. Aber es reicht um den Tag würdig zu beenden.

Ich glaube auch, dass es Vielen so geht… und was ich mit diesem Blogpost sagen will:

Es ist okay Fehler zu machen. Es ist okay, dass dies zunächst einmal eine Überforderung darstellt.
Und es ist absolut okay, dann entweder aufzuhören oder weiter zu machen.

Vaddern… es ist schwierig

Vaddern… es ist schwierig

CN: Family Affairs

Ich habe ja vor gut zwei Jahren an dieser Stelle schon einmal berichtet, wie verkorkst meine Verbindung zu meinem Vadder ist. Es ist nun wieder November und Vaddern ist nun 74 Jahre alt geworden.

Und auch dieses Jahr hat sich das „Geglückwünsche“ genauso abgespielt. Ich gratuliere ihm und wünsche alles Gute und es kam wieder ein „Jo!“ zurück.
Naja zumindest scheint es hier keine großen Veränderungen zu geben.

Da nun aber mein Geburtstag auch gerade vor der Tür steht überlege ich ernsthaft mich genau so zu verhalten, denn normalerweise bedanke ich mich bei seinen Grüßen oft sehr und frage ihn wie es ihm so geht. Wäre das gemein dieses Jahr das anders zu handhaben?
Es wäre ja schon irgendwie sehr passiv-aggressiv oder?

Ja, ich werde es vermutlich nicht machen, aber das ging mir gestern schon eine Weile durch den Kopf.

Auch die Frage, was ich eigentlich erwarte von diesem Kontakt.

Wir hatten ja schon eine lange Zeit so überhaupt keine Verbindung mehr, da ich mich aus einem Selbstschutz und auch einer „Abnabelung“ heraus irgendwie schützen wollte und musste.

Es macht mich nur oft traurig, wenn ich das alles Revue passieren lasse… Die ganze Familie hat nen Hau und im Grunde habe ich lediglich zu meinen (Halb-) Geschwistern und meiner Tante festen Kontakt, auch wenn es hier in der Stadt noch mindestens zwei weitere Tanten mit teils größerem Anhang gibt.

Das letzte Mal habe ich bei der Beerdigung meiner Mom alle versammelt gesehen und das war komplett schräg, da ich dort wieder feststellen musste wie weit die Lebensrealität von denen und mir auseinander gehen. Ach ja, Vaddern war nicht bei der Beerdigung… er hinterließ lediglich eine kurze Nachricht auf der Trauerseite der lokalen Zeitung. Aber ich hätte auch nicht gewollt, dass er da ist und deswegen extra aus Thailand hier her kommt.

Vermutlich sollte ich das eher pragmatisch sehen. Solange er sich und ich mich zu den Feiertagen melde, kann ich mir relativ sicher sein, dass er noch am Leben ist. Und wenn dem so ist, dann wird es ihm sicherlich auch soweit gut gehen, denn er hatte irgendwann mal gesagt, dass er vielleicht nach Deutschland kommen werde, wenn es gesundheitlich gar nicht mehr anders geht. Aber es kann natürlich auch sein, dass es dann zu spät ist. Denn er hat hier dann auch erst einmal nichts, worauf er aufbauen könnte oder gar einen so guten finanziellen Status, dass Wohnung und Co. quasi sofort verfügbar wären.

Das hatten wir nämlich schon vor gut 7 Jahren einmal durchgespielt… aber das wäre dann vielleicht eine Geschichte für einen weiteren Blog-Eintrag hier. Mal sehen…

Damals. Im JUZ

Damals. Im JUZ

Durch eine Nachricht in meiner Timeline bei Mastodon bin ich auf den Begriff JUZ, eine Kurzform für Jugendzentrum, gestolpert und dabei sind mir so viele Dinge wieder eingefallen.

In meiner Jugend war ich dauernd im JUZ, welches bei uns („gutbürgerliche“ Kleinstadt) schon seit jeher eher links geprägt war. Ich war fast jeden Nachmittag während meiner Schulzeit am Gymnasium und später direkt von der Realschule hin gegangen. Jeden Tag. Und in den Ferien war ich meistens auch da, außer in der Zeit, wo ich im Zeltlager war.

Wir haben dort manchmal nur abgehangen und Kicker gespielt. Musik gehört oder sogar manchmal Musik gemacht… Ja, es kam sogar dazu, dass Freunde und ich eine Band gegründet haben und wir dann in der Partnerstadt inEmgland eingeladen wurden dort ein Konzert zu geben und einen Tag in einem professionellem Studio zu verbringen.

Später gab es dann Treffen der linken Szene in den Räumen des JUZ und dort haben wir uns dann um Demos gekümmert. Haben Plakate und Flyer entworfen und uns stundenlang über die Missstände der Politik zu Zeiten von Kohl und Genscher und über die Zeit des Faschismus unterhalten. (Spoiler: Faschismus gibt’s auch heute noch)

Wir haben gegen Nazis demonstriert und uns organisiert um heraus zu finden, wo diese Kerle bei uns in der Nähe campieren, wenn sie sich versammelt haben.

Also so sachen, die 1 im Alter von ca. 12 bis 17 Jahren so macht.

Und das Schöne war, dass ich mich immer zugehörig gefühlt habe, trotz meiner sehr schüchternen und geradezu verängstigten Art.

Ich war nocci… naja, damals hatte ich einen anderen Spitznamen. Nicht lachen: „Goofy“, weil ich so lange Füße habe, aber ich war cool damit. Es war nicht abwertend zu sehen, denn letztendlich habe ich mir diesen Nicknamen selber gegeben. Besser so, als wenn Andere das entscheiden, fand ich.

Es gibt heute Tage, an denen ich das vermisse. Denn ich war nicht nur als Teilnehmer dort, sondern habe irgendwann auch einen so genannten Jugendgruppenleiterschein gemacht und war dann eben ein wenig mehr involviert. Im Sommer habe ich dann auch regelmäßig Zeltlager auf Sylt mitgemacht, für jeweils drei Wochen im Sommer. Das war ein echtes Highlight. Es ist schade, dass ich das heute einfach nicht mehr schaffe. Das war immer eine gute Ablenkung.

CN: Sekten / destruktive Gruppen

Ach ja… ich habe seinerzeit einmal im JUZ an einer Veranstaltung über Sekten mitgearbeitet. Da war ich ca. 18 Jahre alt. Das war spannend, denn wir haben neben ein paar Zeugen Jehovas auch zwei Mitglieder einer eher in Amerika tätigen Sekte, die auch ein paar Dependancen in Deutschland haben, eingeladen und die sind sogar erschienen. Ich glaube, dass wir denen allen sehr gut den Wind aus den Segeln nehmen konnten, da ich mich schon damals sehr für das Thema Sekten und destruktiven Gruppen beschäftigt habe und entsprechend vorbereitet war.

Das Ganze endete damit, dass die Zeug*innen und die Anderen die Diskussionsrunde nach den Vorträgen und einer kurzen Filmvorführung vorzeitig verlassen haben. Das habe ich irgendwie wie einen kleinen Sieg innerlich gefeiert.

Die anderen Teilnehmer*innen waren ebenfalls sehr erfreut und ich denke wir konnten ihnen vermitteln, dass Sekten nicht immer das sind, was sie einem verkaufen wollen.

Ich möchte wieder mehr schreiben

Ich möchte wieder mehr schreiben

… denn ein Blog ist schon etwas Gutes

Heute habe ich es endlich wieder geschafft diesen Blog wieder herzurichten. Auch wenn ich die Ausflüge zu Hugo bzw. Grav, welches tolle Blog-Systeme sind, genossen habe, finde ich WordPress für mich nun am einfachsten.

Aber was gibt es so von mir zu berichten?
Diesmal geht es um etwas Ernstes:

CN: Familie / Trauer

Wir waren diese Woche bei der Familie meiner Liebsten. Das war ein Höllenritt kann ich Euch sagen, denn wir sind an einem Tag gute 900KM nach Thüringen und zurück gefahren. Das ist für uns super-anstrengend gewesen, aber das war nur die Fahrt.

Der Mutter meiner Liebsten geht es nicht sonderlich gut. Sie war dieses Jahr mehrfach im Krankenhaus und musste sich wegen Krebs und anderer Dinge behandeln lassen. Das hat sie und meine Liebste, die ein eher gespaltenes Verhältnis zu ihr hat, ziemlich mitgenommen.

Auch ihr Vater ist inzwischen an einem Krebs erkrankt, wie wir erst vor Ort erfahren haben.
Er war ebenso in den letzten Monaten mehrfach im Krankenhaus. Uff!

Das war und ist ein ziemlicher Schock für meine Liebste und mich, wie ihr euch vorstellen könnt.

Ob und wie sie sich behandeln lassen, konnten wir nicht eindeutig in Erfahrung bringen, aber da sich unter anderem ein Hospizdienst um die Mutter kümmert schätzen wir die Dinge so ein, dass es eine schwierige Zeit wird in den nächsten Monaten oder gar Wochen.

Ich persönlich gehe mit dem Tod so um, dass ich ihn fest mit dem Leben verbunden sehe. Dinge und Menschen leben… bis sie es eben nicht mehr tun. Klingt fast schon kalt, oder? Für mich war das immer so… klar bin ich eine kleine Weile traurig, wenn ein Mensch, den ich gern habe, stirbt. Aber es ist nicht so, dass ich dann tief in ein Loch versinke, wenn so etwas passiert.

Bei meiner Liebsten ist das hingegen komplett anders. Sie verneint den Tod, will ihn nicht wahr haben und zerbricht jedes Mal komplett, wenn ein von ihr geliebter Mensch stirbt.
Sie bittet in jedem Telefonat innig darum, dass ihre Mutter bitte noch 120 Jahre alt werden soll, mindestens und das sie ihre Tochter nicht alleine lassen kann, denn sonst gehe sie kaputt.

Ich habe Angst vor dem Tag, an dem das Telefon klingeln wird und es dann soweit ist. Ich fürchte, dass ich meine Liebste nicht richtig auffangen kann. Ich versuche, ja auch jetzt schon, alles erdenkliche zu tun, damit sie den Halt hat, den sie braucht. Aber meine Befürchtung ist, dass es nicht genug sein könnte.

Aber ihre Mutter bat darum, dass wir sie im Frühjahr wieder besuchen mögen und das gibt mir doch ein wenig Hoffnung. Und ich hoffe, dass es wirklich klappt.

Neues Jahr – Neue Vorsätze

Neues Jahr – Neue Vorsätze

Ein lieber Mensch hat mir das hier heute in die Timeline bei Mastodon bzw. Misskey gespült und ich finde, dass solltet ihr Euch ansehen:

Was für Tage… ach was red‘ ich: Was für Monate!

Derzeit ist meine Liebste wieder in klinischer Behandlung. Dieses Mal aber wegen ihrer Autoimmunerkrankung.

Sie hat das viele Jahre vor sich her geschoben und auch die ambulanten Kontrolltermine lieber verschoben als sie wahrzunehmen. Das kann ich absolut verstehen, denn gerade zu Pandemiezeiten will 1 ja echt jeden Kontakt, und gerade auch im klinischen Umfeld, vermeiden. Da bin ich ganz bei ihr.

Dennoch kommt nun einiges zusammen und wir haben den Vorteil, sie sie noch immer in der Langzeitstudie gelistet ist. Dadurch machen die so ziemlich jede Untersuchung schnellstmöglich möglich und das kommt ihr auf alle Fälle zu Gute.
Schade nur, dass von der ursprünglich geplanten Woche und anscheinend dann doch zwei werden.
Aber nun ja… es ist wie es ist.

Ich selbst komme damit, sagen wir „mäßig“ zurecht. Einerseits gut, dass sie gut unter ist, aber ich habe ein bisschen Angst davor, was ihre Erkrankung noch für Überraschungen bereit hält.

Ich will auch versuchen wieder ein wenig mehr zu schreiben. Das ist einer meiner Vorsätze für 2022.

… und da der Text recht kurz, aber das Video da oben sicher noch nicht abgelaufen ist, lasst den Browsertab einfach noch offen. Es lohnt sich.